Rassismus ist ein Zufluchtsort der Unwissende

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Vor einem Jahr erschütterte ein feiger Mordanschlag aus rassistischen Motiven unser Land. Unser Mitgefühl und unsere Trauer gelten den Opfern und ihren Angehörigen. Voller Empörung aber stellen wir nach den Verbrechen des NSU, dem Anschlag und Morden in Halle, dem Mord an Walter Lübcke, der Aushebung des rechten Terrornetzwerkes in den vergangenen Jahren einmal mehr fest, wie die Pest des rechten Terrors sich ausbreitet. Politische Diffamierungen, Verschwörungstheorien im Netz, alltäglicher Rassismus bilden den Boden nicht nur für Taten wie in Hanau. Sie bedrohen unser Miteinander!

Dagegen wehren wir uns! Und wir fordern die Solidarität mit denen, gegen die sich das Gedankengut direkt richtet – mit Menschen unterschiedlichsterNationalitäten und Glaubensausrichtungen,Menschen jeden Geschlechts und jeder sexuellen Ausrichtung.

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Mehr noch: Wir, die Alevitische Gemeinde Hessen, fordern das Land Hessen auf, zusammen mit den Sicherheitsbehörden ein echtes ‘Schutzkonzept’ für Einrichtungen und Menschen zu entwickeln und umzusetzen – damit der Terror nicht noch mehr Opfer fordert! Die UNESCO hat im Jahr 2021 zu Ehren an Haci Bektas Veli(Gelehrten der alevitischen Lehre aus dem13. Jahrhundert) und Yunus Emre(Dichter und Mystiker aus dem 13.Jahrhundert)als Gedächtnisjahr ausgerufen. Beide standen für eine humanistische Weltanschauung für Toleranz und Menschenliebe.

Wir als „Alevitische Gemeinde Hessen“ möchten dies als Anlass nehmen, in ihren Angedenken uns für ihre Werte einzusetzen.

Hessische Landesvertretung der Alevitische Gemeinde Deutschland

Ihsan Dilber (Vorsitzender)

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